Praxis für Naturheilkunde und Bioenergetik Elke Sandmann-Miethke

 

Ausleitungs- und Umstimmungstherapien

Aderlass
Der Aderlass ist eines der ältesten Ausleitungsverfahren und wurde bereits in der Antike angewandt. Er stellt in erster Linie eine Methode zur Volumenentlastung des gesamten Systems und eine Verbesserung der Fließeigenschaft des Blutes dar. Durch einen Aderlass wird der Gewebsübersäuerung entgegengewirkt, indem schädigende Stoffe, die durch Krankheit, körpereigene Gifte und eine eiweißreiche Ernährung entstanden sind, ausgeleitet werden. Der  Aderlass wirkt  entzündungshemmend,  krampflösend, beruhigend  und schmerzlindernd. Im Weiteren wird ein vegetativ-umstimmender Effekt beschrieben, der positiv auf psychische Verstimmungen einwirken kann.

Baunscheidtieren
Beim Baunscheidtieren wird mittels eines, mit feinen Nadeln versehenen Instruments die Haut angeritzt, um anschließend ein spezielles hautreizendes Öl aufzutragen. Es entsteht ein kurzfristig juckender Hautausschlag. Durch die Wärmeentwicklung wird die Stoffwechseltätigkeit, die Organfunktionen und der Lymphabfluss angeregt, sodass schädliche Stoffe abgeleitet werden können. Das Immunsystem wird aktiviert und das Hormonsystem stimuliert.

Einige Anwendungsgebiete:
muskuläre Verspannungen, rheumatische Erkrankungen, Arthrose, Schmerzzustände bei Gicht, allgemeine Abwehrschwäche

Die Blutegeltherapie
Der ca. 2-4 cm große Blutegel stammt aus der Gruppe der Ringelwürmer und lebt im Süßwasser . Er hat drei kräftige Kiefer, mit denen er einen Mercedesstern-förmigen Biss erzeugt. Es werden je nach Erkrankung 2 - 8 Blutegel gesetzt, die dann zwischen 10 min. und 2Std. etwa 10 ml Blut saugen. Durch die in seinem Speichel enthaltenen Wirkstoffe kommt es zu einer gewünschten, mehrere Stunden andauernden Nachblutung (daher nicht anzuwenden bei Patienten, die blutverdünnende Medikamente wie z.B. Marcumar  einnehmen). Weitere Stoffe im Speichel der Tiere haben eine entzündungshemmende, gerinnungshemmende, antithrombotische, entstauende und  schmerzlindernde Wirkung. Der Lymphstrom wird beschleunigt, Gifte und Stoffwechselschlacken werden ausgeleitet. Der Bissreiz des Egels, der über vegetative Nervenbahnen weitergeleitet wird, löst einen Reflex aus, der die dazugehörigen Organe positiv beeinflusst.

Zur Anwendung kommen nur medizinische Blutegel aus speziellen Blutegelfarmen. Sie werden grundsätzlich nur ein einziges Mal am Patienten angesetzt, um Infektionskrankheiten zu vermeiden.

Einige Anwendungsgebiete:
Kniegelenksarthrosen, chronische Schmerzen der Lendenwirbelsäule und des Kreuzbeins, Venenleiden, Tinitus, Migräne

Schröpfen
Die Schröpftherapie zählt zu den bedeutendsten biologisch entgiftenden und regulativen Heilverfahren in der Ganzheitsmedizin. Sie kann auf ca. 5000 Jahre Erfahrung zurückgreifen und hat ihre Wurzeln in verschiedenen Kulturkreisen auf der ganzen Welt. Schröpfköpfe werden mit einem Vakuum auf Reflexzonen gesetzt. Durch den Sog werden die Blutgefäße geweitet und Durchblutung und Lymphfluss verstärkt. Verhärtungen im Haut- und Unterhautgewebe können gelöst werden. Schröpfen stimuliert das unspezifische Abwehrsystem und kann je nach Schröpfart entstauend oder regulierend auf Organfunktionen einwirken.

Einige Anwendungsgebiete:
Rücken- / Nackenschmerz, Magen- / Darmbeschwerden, Atemwegserkrankungen, chronische Schwächezustände

Eigenbluttherapie
Bei der Eigenbluttherapie wird aus einer Vene Blut entnommen und direkt oder aufbereitet in die Muskulatur oder Haut injeziert. Am Injektionsort entsteht eine lokale Entzündung, durch die verschiedene Immunreaktionen ausgelöst werden. Insgesamt wird eine Situation herbeigeführt, in der aktivierte Abwehrkräfte die Selbstheilungsfähigkeit des Organismus wiederherstellen.

Einige Anwendungsgebiete:
Allergien, allergisches Asthma, Heuschnupfen, Neurodermitis, Ekzeme, chronische Erkrankungen, chronische Entzündungen, allgemeine Abwehrschwäche